Kathrin Aberle-Biewener leitet die Biewener KG seit zwei Jahren als Mitgesellschafterin
Kathrin Aberle-Biewener war sichtlich überrascht, als unsere Award-Glücksbotin Fernanda Brandão zusammen mit Michael Afyon von Landgard Nord im März an der Haustür der Familie klingelten, um ihr den Landgard Award als Nachwuchspreisträgerin Obst & Gemüse zu verleihen. „Der Preis bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich bin hier ja aber nicht alleine für alles verantwortlich, daher gebührt die Auszeichnung meiner ganze Familie und allen unseren Mitarbeiter*innen“, so die Preisträgerin.

Die 35-Jährige leitet seit zwei Jahren gemeinsam mit ihrem Vater als Mitgesellschafterin die Biewener KG. Sie ist dabei vor allem für den Gemüseanbau im Freiland mit einem Umsatzvolumen von rund 2,7 Millionen Euro jährlich verantwortlich. Die junge Betriebsinhaberin ist gelernte Gärtnerin der Fachrichtung Gemüsebau und Mutter eines Sohnes. Dazu Aberle-Biewener: „Frauen können sich in unserer Branche genauso durchsetzen und etwas erreichen wie in anderen Branchen. Aber man muss schon ein bisschen tough sein.“ Das trifft auf unsere Award-Preisträgerin auf jeden Fall zu, denn die doppelte Beanspruchung durch Kind und Betrieb ist sicherlich herausfordernd.
Da ist es nicht überraschend, dass die gesamte Familie ein sehr herzliches, starkes und zielstrebiges Team ist. „Ohne die Erfahrung und den Rückhalt meines Vaters und meines Onkels, die den Betrieb aufgebaut haben, würde ich das nicht schaffen. Man muss zusammenhalten, gemeinsam schafft man das“, sagt Kathrin Aberle-Biewener.

Die Familie Biewener baut im niedersächsischen Melle seit vier Generationen u.a. Blumenkohl, Brokkoli, Eissalat, Feldsalat, Rucola und Pflücksalate auf hohem Niveau an. Als Winterkulturen ergänzen Weiß- und Rotkohl, Knollensellerie und Steckrüben das Sortiment, das vorrangig über Landgard Nord vermarktet wird. Als junge Betriebsleiterin hat es sich Kathrin Aberle-Biewener dabei vor allem zum Ziel gesetzt, frische, regionale Ware nur in allerhöchster Qualität für unsere Kund*innen anzubauen – dies alles immer im Einklang mit der Umwelt und mit Ausrichtung für die nächsten Generationen. Möglich wird das durch umfassendes Produkt-Know-how und den Einsatz modernster Kulturtechniken im Freilandanbau. Dazu investiert die junge Betriebsleiterin gemeinsam mit ihren Eltern auch weiter in die Zukunft des Familienbetriebs. So werden zum Beispiel in einer eigenen Aufbereitungs- und Packhalle Feldsalat und Rucola mit modernen technischen Anlagen direkt vor Ort erntefrisch für den Handel abgepackt.
Ebenso wichtig wie die Zufriedenheit der Kund*innen ist Kathrin Aberle-Biewener aber auch, dass Mitarbeiter*innen und Saisonkräfte auf dem Familienbetrieb optimale Arbeits- und Wohnbedingungen vorfinden. Als Ansprechpartnerin steht sie ihren elf festangestellten Mitarbeiter*innen und bis zu 40 Erntehelfer*innen immer zur Seite – auch wenn es sich um persönliche Sorgen handeln sollte.
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